Hotelzimmer - Trendbarometer für die häuslichen vier Wände



08/31/2010: "Das Hotelzimmer hat eine neue Aufgabe übernommen: Es ist ein Rückzugsort, wo der moderne Großstadtnomade seine Batterien für den nächsten Tag auflädt." Wie das Hotelzimmer gestaltet sein sollte, damit es sowohl den praktisch-funktionalen als auch seinen Aufgaben als "Oase" gerecht wird - darüber informiert die Innenarchitektin Corinna Kretschmar-Joehnk in einem Vortrag am Sonntag (5. September) auf der COMFORTEX. Außerdem erläutert die Expertin von JOI-Design Hamburg, welche Impulse der Raumausstatter aus der Hotelausstattung für die Gestaltung privater Wohnbereiche ableiten kann.

In ihrem Vortrag "Zeitaktuelle Hotelausstattung - der neue Impulsgeber für privates Wohnen?" erläutert die Expertin beispielsweise, wie es sich am Laptop arbeiten lässt, ohne dass es sich nach Arbeit anfühlt. "In diesem Kontext steht speziell das althergebrachte Modell, den Schreibtisch an der Wand zu montieren, auf dem Prüfstand", sagt Corinna Kretschmar-Joehnk. "Dabei entwickeln sich innovative Gestaltungskonzepte, die auch das private Arbeitszimmer bereichern." Ebenfalls von Hotels ausprobiert, vorgelebt und vom Privatbereich aufgegriffen seien Bäder, die sich mehr und mehr zum Zimmer öffnen. "Solche Wohnbäder erfüllen nicht nur rein funktionale Aufgaben, sondern schaffen darüber hinaus eine Wohlfühl-Atmosphäre", sagt die Innenarchitektin.



Hotels befinden sich immer am Puls der Zeit und werden zunehmend zum Trendbarometer, ist Kretschmar-Joehnk überzeugt. "So konzipiert man Hotellobby, Bar und Restaurant - früher streng getrennte Bereiche - zunehmend als Einheit, um Schwellenängste abzubauen. Diese Tendenz zu mehr Transparenz erleben wir auch in den häuslichen vier Wänden." Und was in guten Hotels die Chefs-Tables seien - Tische, an denen die Gäste direkt neben oder sogar in der Küche sitzen, die Zubereitung hautnah miterleben und sich mit dem Chefkoch austauschen können -, sei die Wohnküche zu Hause. "Gäste werden mit einbezogen und dürfen das Essen, zu dem sie eingeladen sind, selbst mit zubereiten", erklärt die Innenarchitektin. "Das fördert die Kommunikation, schafft eine lockere Atmosphäre und macht den Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis - aber erfordert zunächst neue Raumkonzepte", so die Geschäftsführerin eines seit Jahren erfolgreich in der Hotelausstattung agierenden Unternehmens.

(Quelle: Leipziger Messe)


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